Happiness, Gemütlichkeit, Wohlfühlen und die Verbindung zwischen KI und Handwerk gab es auf der Heimtextil dieses Jahr zu sehen. Unter dem Motto „Lead the change“ bot die Messe in Frankfurt Einblick in die zukünftigen Trends und Farben. Ich war gleich am ersten Tag auf der Messe und habe mich von Trends und Farben inspirieren lassen.

Auf der Heimtextil dreht sich alles um Interiour Design, Schlafen, Wohnen und Wohlfühlen. Von Bettwäsche, Teppichen, Tapeten, Stoffen und mehr gab es eine ganze Vielfalt an Neuheiten zu sehen.
Trendfarben 2026

Es bleibt harmonisch: Ich habe viele, viele helle Töne von weiß, beige bis zu schönen leichten Brauntönen gesehen.


Es fühlte sich ein bisschen wie ein Déjà-vu an, denn die Farbpalette an Trendfarben sieht ziemlich ähnlich aus wie letztes Jahr.
Die Änderungen zu letztem Jahr sind fast so harmonisch wie die Farben selber. Es bleiben warme Erdtöne, aber auch Akzeptfarben wie Rot spielen eine große Rolle. Das Rot, sehr warm und wohltuend.



Grau ist fast verschwunden, dafür mehr helle Grüntöne, überhaupt viel mehr Grün.


Und auch Petrol, Türkis haben zugenommen. Ich war jedenfalls schon mal bestens angezogen für die Messe 😊.


Die tollen Blautöne werden auch dieses Jahr mit schönem Gelb kombiniert – das bringt Frische und Schwung, einfach schön!




Die Deko auf der Messe spiegelt immer auch ein wenig die Farbtrends wieder – und ja, auch rosa und lila waren oft zu sehen.

Keine Bilder, aber neben dem vielen Cremetönen und unifarbenen Stoffen sieht man jede Menge florale Muster, besonders bei den Tapeten. Sehr blumig und harmonisch. Es gibt auch weiterhin Animal Print … Na ja, über Geschmack lässt sich nicht streiten, mein Fall ist es nicht.
Craft is a verb



Die Trendsshows interessierten mich immer sehr. Diesmal war ich aber erstmal sehr verwirrt … Stehen da echt Serverracks? Ich habe lange Jahre in der IT gearbeitet und in den ersten Jahren im Support, da war ich oft im Rechenzentrum unterwegs. Lustig plötzlich hier auf der Messe wieder Racks für Server zu sehen. Die hier wurden allerdings als Regale verwendet. Es sollte aber sicherlich eine Assoziation zwischen Handwerk und Technik bzw. KI sein. Ob das die nicht-technik-affinen Besucher/innen auch entdeckt haben? Fühlte sich jedenfalls ein bisschen nach Zuhause an, allerdings weniger mit der Erinnerung an Gemütlichkeit, sondern an kühle Räume (Server mögen es nicht so gerne richtig warm) und auch die Lautstärke nervte auf Dauer ein bisschen. Aber gut, hier mal als Designoptik. Ich würde mich jetzt eher einen schicken Schrank ins Haus stellen … Dafür haben mich die Schriften am Boden besonders fasziniert: A playful touch!

among-all






Wieder absolut sehenswert war die Ausstellung von Patricia Urquiola. In Halle 3.0 konnte man die Installation among-all erleben. Hier steckt nicht nur Design, sondern bei der Entstehung auch KI mit drin. Wieder sehr spannend: Nothing is pure. Nothing is finished. Besser kann man es nicht sagen. Eine riesige Skulptur aus Textilien, die sich leicht bewegte und von dort hatte man Einblick auf die interessanten Formen von verschiedenen Objekten. Bunt, aber harmonisch mit Rosa-, Lila-, Grün- und Blautöne.

Eine „Start here“ Fläche lud zum Mitmachen ein. Sobald man diese betritt, fand am Bildschirm davon eine Interaktion statt. Ein toller Spaß und die Möglichkeit Handwerk und Technologien mit Humor zu begegnen.
Design to be happy


Gesundheit, Nachhaltigkeit, Verantwortung, Natur, Authentizität, Kultur und Slow travel – das waren die Themen des Vortrags „Design to be happy der Innenarchitektin Corinna Kretschmar-Joehnk. Und es gibt dort immer sehr leckeren, frisch gemixten Saft – super nett!
Ich hatte letztes Jahr schon einen Vortrag von ihr gehört und war fasziniert von ihren Erzählungen und den Einblicken von ihr in die Trends und Zukunft. Wieder super spannende Beispiele und Erläuterungen wie sich die Inneneinrichtungen von Hotels und Gastronomie wandelt, um den Menschen eine schöne Zeit zu bieten, voller Gemütlichkeit und ja, auch für Happiness! Wir wünschen uns doch alle, Umgebungen, in denen wir uns wohlfühlen und glücklich sind. Immer mehr steht der Zweck und auch die Gefühle beim Einrichten im Vordergrund. Es soll nicht nur schick aussehen, sondern uns auch berühren und natürlich auch einen Bezug zur Verwendung haben. Corinna Kretschmar-Joehnk sagt, gute Konzepte sollen anregen und interagieren. Räume sollen einen in den Arm nehmen und die Kultur widerspiegeln. Happiness und Seele, das gehört für die Designerin zusammen. Auch Respekt gehört zur Kultur dazu: Bei Renovierungen wird mit Respekt erhalten, was vorher da war und ins Neue integriert. Das gilt auf für Recycling und Upcycling. Fliesenreste werden nicht mehr einfach weggeworfen, sondern zum Beispiel an der Rezeption eines Hotels dekorativ eingesetzt. So entsteht ein ganz einzigartiges Muster (kleine Randbemerkung: Fliesenleger sind davon nicht unbedingt begeistert …). Natur spielt eine große Rolle fürs Wohlfühlbefinden und so sieht man auch immer mehr natürliche Materialien bei der Einrichtung oder den Akzent auf den Blick von drinnen in die Natur draußen. Slow Travel wird immer wichtiger. Die Menschen möchten bewusster reisen. Alles in allem, steht Happiness im Vordergrund.
Pausen & Aufladen

Messe ist immer auch ein kleiner Marathon-Marsch, viel zu sehen, viele Hallen und man läuft und läuft und läuft … Da muss man ab und an aufladen und wieder etwas Energie tanken.


Und auch mein Handy braucht mal Strom zwischendurch!

Auf fast jeder Messe ist übrigens meine Wasserflasche dabei. Die ist mega praktisch und passte hier auch farblich wieder toll zu den trendigen Rottönen:

Es war wieder eine super inspirierende Messe und ich freue mich aufs nächste Jahr!